Das Bergell ist eine faszinierende Landschaft: Gesäumt von schroffen Dreitausendern im Norden und Süden, schlängelt sich das Tal vom alpinen Maloja (1809) bis hinunter ins mediterane Chiavenna (333) und verbindet die Schweiz mit Italien. Wie ein einer Perlenschnur reihen sich viele authentische und pittoreske Dörfer aneinander, das Klima wird immer milder. Hier anzukommen fühlt sich wie ein Geschenk an: Meist steht ein sanftes Licht im Tal, die Gerüche nach Bergwald, Wiesenblüten und Früchten aus den Gärten sind intensiv. Dazu diese Farben: helles Steingrau, strahlendes Blau, leichte Ocker-Töne, sanftes Gelbgrün, gelegentlich ein intensiveres Rostrot. Jedesmal ist man überwältigt.

Im Schweizer Bergell leben ständig etwa 1500 Menschen, die ihre Heimat lieben, aber auch für Reisende ist die Region einzigartig – nicht zuletzt, weil sich hier ein eher sanfter Tourismus etabliert hat. Zwar liegen zwei einzelne Skillifte auf Gemeindegebiet, intensiven Zweitwohnungsbau findet man aber nur oben in Maloja (das geografisch & touristisch eher ans Oberengadin anschliesst).

Castasegna Bergell
Castasegna, das südlichste Dorf im Bergell

Im Tal sind viele Bausünden und Denkfehler nicht begangen worden: die Dörfer zwischen Casaccia und Castasegna mit Häusern aus mehreren Jahrhunderten sind intakt, die vielbefahrene Kantonsstrasse wird häufig in Umgehungen und Tunnels geschickt. Das sorgt für Ruhe, die man nicht nur auf den grandiosen Wanderungen, sondern eben auch ganz entspannt auf Aussichtsbänkli oder in den Cafés geniessen kann. Und die Ruhe öffnet die Augen für Schönheit, egal wohin man blickt: ob in die Gärten und Kastanienhaine, auf die wilden zerklüfteten Berge, die Alpwiesen und Lärchenwälder oder auf die mit Stein gedeckten Paläste, Wohnhäuser und Ställe, die sich wie Schmuckstücke in die Landschaft einpassen.

Die Dächer von Soglio, Bergell
Die Dächer von Soglio, Bergell

Dieser Blog ist eine Liebeserklärung an meine Wahlheimat Bergell, die aber auch eine Reihe Infos zur Verfügung stellen will, die sich sonst nur schwer oder gar nicht online finden:

  • über verschiedene Orte, womit einerseits die Dörfer gemeint sind, aber auch verschiedenste kleine Locations beschrieben werden;
  • über Wandern, hier werden Wege von leicht bis schwierig mit Karten, Bildern und Infos gezeigt;
  • über Konsum, wo es Hinweise zu Hotels, Restaurants, Cafés und Läden gibt (inklusive Öffnungszeiten!);
  • bis hin zu Kultur, wo das vielfälte Angebot zwischen Kunst und Architektur, Musik und Literatur beschrieben wird;
  • und dem Lesen, wo sich Tipps zur Literatur übers und aus dem Bergell finden.
  • Auf den Blog-Seiten schliesslich sollen aktuelle Infos und kleine Gedanken untergebracht werden.

Der Blog versteht sich nicht als Konkurenz zur offiziellen Tourismus-Website des Bergells, sondern will eine produktive, subjektive Ergänzung sein: Von Touristin zu Tourist, mit so speziellen wie persönlichen Infos insbesondere über den Schweizer Teil des Bergells (und einigen Ausflügen über die Grenzen).

Auch ist der Blog ein work in progress, die Seiten werden immer wieder überarbeitet und ergänzt. Wenn Sie / Ihr Ergänzungen, Korrekturen oder Vorschläge habt, bitte zögern Sie / zögert nicht, mich zu kontaktieren.

Die filigrane Hängebrücke über die Bondasca verbindet Bondo und Promontogno
Die filigrane Hängebrücke über die Bondasca verbindet Bondo und Promontogno

ZUM BERGSTURZ IN BONDO:

  • OFFIZIELLE AKTUELLE MELDUNGEN auf den Websiten der GEMEINDE BREGAGLIA.
  • GANZ PRAKTISCH: Alle Strassen sind wieder offen. Inzwischen sind viele Häuser in der Gefahrenzone abgerissen. Zwischen Promontogno und Bondo gibt es eine sehr schöne Hängebrücke, passierbar für Fussgänger und Velofahrer. Die Wege ins Bondascatal sowie die Hütten Sasc Furä und Sciora bleiben für den Sommer 2018 gesperrt.