• Strecke: Sils Maria – Isola – Maloja, ca. 7 km, 2 Stunden
  • Charakter: sehr gemütliche Wanderung am Ufer des Silsersees, tolle Ausblicke inklusive
  • Schwierigkeit: T1, Vorsicht: im Spätherbst / Frühjahr gelegentlich vereist
  • Höhendifferenz: ↑40, ↓40, dieser minimaler Aufstieg liegt vor Isola
  • Busstationen: Sils Maria Posta, Sils Maria Dotturas, Maloja Posta
  • Verpflegung: Sils Maria & Maloja div. Restaurants, in Isola das Hotel / Restaurant Lagrev

 

Der Weg zwischen Sils Maria und Maloja entlang des Silsersees ist die vielleicht meistbegangene Strecke im Oberengadin / Bergell. Sie ist leicht erreichbar, gut ausgebaut und nicht zu anstrengend. Dieses «Verkehrsaufkommen» mindert aber keinesfalls ihre Attraktivität – zu schön sind die Ausblicke aufs Wasser und die umliegenden Berge. Auf halber Strecke gibt es in Isola auch noch ein Restaurant, das Kaffee, Kuchen und diverse lokale Gerichte serviert. Diese perfekte Kombination ist schwer zu schlagen! Dass der Grossteil der Wanderung im Bergell liegt, ist vermutlich den wenigsten bekannt – das Gemeindegebiet reicht bis Isola.

 

Von Sils aus öffnet sich nach Südwesten eine weite Ebene, an die bald der Silsersee anschliesst. Selten hat man ein solches Gefühl von Weite, die gleichzeitig von zahlreichen Bergspitzen gerahmt wird. Von Sils aus schlägt man den Weg am linken Waldrand entlang dieser Ebene ein, er führt direkt zum See. Hier fällt zuerst eine Anlegestelle der «höchstgelegenen Schifffahrtslinie Europas» auf, die in den Sommermonaten zwischen Sils, der Halbinsel Chasté, Plaun da Lej und Maloja verkehrt. Wer will, kann sie für den Rückweg oder auch für eine Abkürzung der Wanderstrecke in Betracht ziehen.

Zunächst aber wollen wir laufen, der Weg zieht nun etwas in die Höhe. Aber keine Angst, das sind nur 40 Höhenmeter, die uns zu einem ersten kleinen Aussichtspunkt führen. Bald fällt der Weg wieder, relativ schnell ist der Schwemmkegel erreicht, auf dem das kleine, wunderschöne Dorf Isola liegt. Dass es heute noch in dieser Form zu bestaunen ist (wie überhaupt der Silsersee kaum zugebaut ist), liegt am Engagement des Vereins Pro Lej da Segl, der sich seit 1944 der Erhaltung der «Schönheit und Einmaligkeit der Oberengadiner Seenlandschaft» verschrieben hat. Viele der alten Ställe und Häuser sind heute kreativ ausgebaut, einige davon auch als Ferienwohungen zu mieten.

Wer will, legt hier in Isola eine Pause ein, im Restaurant Lagrev sitzt man auf einer schönen Sonnenterrasse (bei schlechtem Wetter im gut geheizten Gastraum). So lässt sich Kraft sammeln für die Reststrecke. Immer am See entlang geht es nun fast vollständig eben, zunächst auf der Schotterstrasse, die man bei Plan Brüsciabräga verlassen kann (aber nicht muss). Ab hier geht nun ein schmalerer Pfad bis etwa zum Campingplatz Maloja. Nun folgt man der Strasse durch das Dorf, links ist die Kirche zu bewundern. Kurz hinter dieser Kirche gibt es eine kleine Abzweigung: wer zur Haltestelle Maloja Posta will, hält sich rechts; wer eher zum Parkplatz beim Giacometti-Sport möchte, bleibt links. Maloja bietet auch viele Restaurants & Cafés zur Einkehr, im fast am See gelegenen Maloja Palace allerdings fragt man vergeblich... schade eigentlich!

Wer noch nicht genug gelaufen ist, kann nun den Engadiner Höhenweg zurück nach Sils einschlagen (nochmals 2 1/2 Stunden, eine schöne Runde!) oder aber die Via Bregaglia über den Malojapass hinunter nach Casaccia (etwa 1 Stunde).

Zwischen Sils und dem Silsersee
Zwischen Sils und dem Silsersee
Letzte Fahrt auf dem Silsersee: Europas höchstgelegene Schifffahrtslinie
Letzte Fahrt auf dem Silsersee: Europas höchstgelegene Schifffahrtslinie
Sanfte Pfade entlang des Silsersees
Sanfte Pfade entlang des Silsersees
Alte Häuser, schön renoviert: Isola
Alte Häuser, schön renoviert: Isola
Mehr Blau geht nicht: Blick zurück nach Isola
Mehr Blau geht nicht: Blick zurück nach Isola